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Was wird aus dem Dorstener Bahnhof?

Rege Diskussion im Alten Rathaus


Die Eisenbahnfreunde OnWheels hatten geladen. Und im gut gefüllten Saal des Alten Rathauses ging es dann nicht nur um Eisenbahnromantik und zischende Dampflokomotiven. Allen Anwesenden, unter ihnen Bürgermeister Tobias Stockhoff und Grünen Fraktionsvorsitzende Susanne Fraund, lag die Erhaltung des historischen Dorstener Bahnhofs am Herzen. Und es ging um die Zukunft der sanierungsbedürftigen stadteigenen Hafenbahn.

Über die Hafenbahn werde nicht aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht entschieden, versprach Stockhoff, und erläuterte unterschiedliche Optionen, die zur Diskussion stünden. Zu einer Erhaltung der Bahn müssten aber auch alle die Firmen beitragen, die direkt oder indirekt Nutzen daraus zögen. Aus Sicht der Grünen ergänzte Frau Fraund, dass es auch um grundsätzliche Alternativen zur praktisch unbegrenzten Expansion des Lastwagenverkehrs gehe. In seinem Vortrag hatte Manfred Diekenbrock, Vorsitzender des Vereins Eisenbahnfreunde OnWheels, mit vielen Beispielen verdeutlicht, welche Bedeutung die Bahn für Dorsten hat. Auch wenn sie aktuell wenig genutzt werde, so hätten sich immer wieder überraschende Aufträge ergeben, die auch in Zukunft keineswegs auszuschließen seien. Er machte kein Hehl daraus, dass es den Eisenbahnfreunden auch um die lokale Nutzung des „Roten Brummers“ geht, der geradezu eine Institution in Dorsten geworden sei und jährlich viele Tausend Menschen mit seinen Touren erfreue.

Alte Bilder des Bahnhofs hatten wehmütige Gefühle ausgelöst und Unverständnis ausgelöst: Warum lässt man ein so schönes und repräsentatives Gebäude verfallen? Der bisherige Investor zieht sich zurück. Als Argument gegen die Nutzung des Gebäudes werde immer wieder die Insellage zwischen den Gleisen angesprochen, die auf absehbare Zeit von der Deutschen Bahn wohl nicht aufgehoben wird. Nichstdestoweniger sei der Bahnhof von der Stadt aus leicht erreichbar und verfüge über eine sehr schöne Zufahrt. Bürgermeister Stockhoff spricht sich für eine Nutzung als soziales Begegnungszentrum aus, das Vereinen und Initiativen zur Verfügung stehen könnte. Hierzu stünden unter bestimmten Bedingungen auch Fördermittel bereit. Diekenbrock berichtet von einem Gespräch mit dem Verein Virtuell-Visuell, in dem es nicht nur um Nutzungsmöglichkeiten von Räumlichkeiten des Bahnhofs gegangen war, sondern auch um gemeinsame Aktionen zum Erhalt des Bahnhofs im Sinne eines zivilgesellschaftlichen Projekts, bei dem noch viele Initiativen mitmachen können.

In der fast zweieinhalbstündigen Veranstaltung präsentierte sich der Verein Eisenbahnfreunde OnWheels als Veranstalter von vielfältigen Tagestouren und Gruppenfahrten, in denen zwar der Zug als Mittel der Mobilität immer von Bedeutung ist, aber eben auch das touristisch oder kulturell bedeutende Ziel. Die nächste Tagesfahrt am 20.12.2014 verspreche gleich beides, wenn es zum Weihnachtsmarkt der schönen Stadt Erfurt geht.

Der Saal im Alten Rathaus Dorsten füllte sich für die Veranstaltung, wobei zeitweise bis zu 30 Personen gespannt zugehört und mitdiskutiert haben.

Manfred Diekenbrock, Vorsitzender des Vereins, referierte unter anderem über die Dorstener Hafenbahn und den Dorstener Bahnhof.


Pressebericht | Dorstener Zeitung | 06.10.2014 | Zum Betrachten bitte das Bild anklicken!