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Erst Mitte der 1960er Jahre wurde die Güterbahn der Stadt Dorsten, die den Bahnhof der Bundesbahn mit dem Kanalhafen und dem Gewerbegebiet an der Stadtgrenze zu Marl verbindet, errichtet. Nach erfolgreichem Start nahm der Güterverkehr in den Folgejahren immer mehr ab, bis es 2007 nur noch wenige Wagen waren, die gelegentlich einem Stahlunternehmen und der Firma Coca Cola zugestellt wurden.


Hier sehen wir 221 135-7 der BEG mit leeren Schüttgutwagen am Dorstener Flugplatz.


Die DB kündigte im Rahmen ihres allgemeinen Rückzugs von kleineren Güteranschlussbahnen die Verkehrsleistungen, die sie bisher mit einer V 60 erbracht hatte. Das Ende der Bahn schien nahe, doch gelang es der Betriebsleitung mit der Bocholter Eisenbahn Gesellschaft einen neuen Partner zu finden, der die geringen Güterleistungen, die 2008 anfielen, übernahm.


Da der Zug rückwärts in den Anschluss rangieren muss, über ein Rangierer das vordere Zugende.


Seit Januar 2009 zeichnet sich nun eine interessante Wende ab. So brachte die Bocholter V 200 bereits mehrmals lange Güterzüge mit Schotter in das Gewerbegebiet. Erstmalig am 28.02.2009 wurde zudem ein langer Zug auf dem Gelände der Spedition Thier mit Holz beladen. 260 608-4 der BEG übernahm die Rangierarbeiten auf der Hafenbahn, weil der OHE Blue Tiger bzw. die Doppeltraktion G 2000 zu schwer sind und deshalb im Dorstener Bahnhof auf die Zusammenstellung des Zuges warten mussten, bevor der Abtransport beginnen konnte. Weitere Leistungen dieser Art fanden regelmäßig an den Wochenenden im März 2009 statt. Wie es weitergeht, entscheidet sich immer sehr kurzfristig. Lesen Sie weiter in unserem Bericht "BEG in Dorsten".


Eine V 60 der BEG mit einem Holzzug.


Die Güterbahn der Stadt Dorsten verlässt das DB-Hauptgleis auf der Ostseite des Bahnhofs einige hundert Meter nach der Ausfahrt. Die Strecke verläuft dann entlang des Dorstener Segelflugplatzes auf einer langgezogenen Gefällestrecke, die in eine mehrgleisige im Wald gelegene Abstellanlage mündet. Dort gabelt sich die Strecke. Ein Abzweig führt zum Kanalhafen. Leider fehlen einige hundert Meter Strecke, um den großen Ladekran zu erreichen, der genutzt werden könnte, um Güter direkt vom Schiff auf die Bahn umzuschlagen. Ob hier nicht eines der zahlreichen Konjunkturprogramme helfen könnte, die Zukunft der Güterbahn zu sichern? Der zweite Abzweig führt zu verschiedenen Anliegern, u.a. zu Coca Cola und der Spedition Thier.


Der Holzzug schlängelt sich auf dem Dorstener Bahnhof Richtung Gladbeck-West.


Da der Rückbau des Bahnhofs Dorsten mit dem Verlust der Verlademöglichkeiten für Güter voranschreitet, ist das neue Holzverladungsprojekt auf der städtischen Güterbahn außerordentlich interessant. Es zeigt, dass Güterverkehr möglich ist und sogar erheblich ausgebaut werden kann. Man darf eben nur nicht glauben, dass die uns Bürgern gehörende Deutsche Bahn dabei sonderlich hilfreich sein wird. Insofern ist das Engagement der Stadt Dorsten und von WinDor für die Güterbahn ein bemerkenswertes Signal für eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik.


Der OHE-Tiger an der Holzverladung im Dorstener Bahnhof.


Text: Manfred Diekenbrock | Bilder: Manfred Diekenbrock